Wie du Frische Aloe Vera selbst verarbeitest (und worauf du bei gekaufter Aloe achten musst)

Wir alle haben irgendwann schon einmal von ihr gehört oder gelesen. Wir finden sie in Nahrungsergänzungsmitteln, Säften, Cremes und Salben. Sie soll das Immunsystem stärken, verschiedene Krankheiten heilen können und sogar Schmerzen lindern. Aber was kann die Aloe Vera wirklich? Vielleicht hast du dir gerade eine kleine Aloe Vera gekauft oder überlegst dir ein bestimmtes Produkt zu bestellen. Ich zeige dir was sie kann, wie du eine frische Pflanze verarbeitest und was du beachten solltest wenn du dir etwas aus dem Internet bestellt.

Wo kommt die Aloe Vera her und was kann sie?

Zuerst einmal ist die Aloe Vera kein Kaktus. Das ist besonders wichtig zu wissen wenn man sich eine Pflanze zuhause halten will, denn Kakteendünger gefällt ihr absolut nicht. Das weiss ich aus eigener Erfahrung. 😉
Sie gehört zur Familie der Liliengewächse, so wie die Zwiebel, und wird deshalb auch Wüstenlilie genannt.

Ursprünglich stammt die Aloe Vera vermutlich von der arabischen Halbinsel, allerdings finden man sie heute unter anderem im Mittelmeerraum, in Indien und in Mexiko.

Das Besondere an der Aloe Vera ist, dass sie monatelang ohne Regen überleben kann. Sie speichert die Feuchtigkeit ganz einfach in ihren Blättern. Ausserdem schützt sie das Gel bei kleineren Verletzungen indem es diese versiegelt. Das machen wir uns nun zu Nutze. 🙂

Im Allgemeinen wird die Aloe Vera als «Wunderwaffe» bezeichnet, die gegen alle möglichen Krankheiten helfen soll. Gerade bei Vorerkrankungen oder in der Schwangerschaft ist aber Vorsicht geboten. Bitte in solchen Fällen immer vorher mit einem Arzt besprechen ob es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann.
Klinisch nachgewiesen ist nur die heilende Wirkung bei Hauterkrankungen, kleineren Verletzungen und Sonnenbrand. Auch zur Feuchtigkeitspflege ist sie gut geeignet. Ich persönlich benutze sie auch nur dafür aber grundsätzlich sagte man ihr auch eine heilende Wirkung in Smooties oder ähnlichem nach. Bewiesen ist dies nicht, aber das muss natürlich jeder selbst wissen.

 


Und wie komme ich nun an das Gel?

Zuerst einmal schneidest du ein Blatt von der Pflanze ab. Sei dabei vorsichtig damit du dich nicht an den Stacheln verletzt. Nun wäscht du das Blatt am besten kurz ab um es ggf von Erde und dem gelben Blattharz zu befreien.

Wenn du dir ein einzelnes Blatt gekauft hast, machst du nun einfach ab hier weiter.

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Zuerst einmal musst du vorsichtig die Stacheln abschneiden. Ich habe auch noch die Spitze abgeschnitten da sie etwas braun war.

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Nun ganz behutsam mit einem scharfen Messer die Schale oben abnehmen. Auf den Bildern siehst du kleine, gelbe Flecken. Das ist das Harz. Es kann Hautreizungen auslösen und wirkt abführen. Keine Sorge, du kannst es einfach abwaschen wenn es auf die Haut kommt. Mit dem Gel in die Haut einreiben oder mit essen solltest du es aber besser nicht.

Als nächstes das Gel mit einen Löffel ausschaben. Dabei nur drauf achten, dass du die Unterseite nicht verletzt damit nicht wieder gelbe Flüssigkeit austritt.

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Idealerweise sieht das Gel am Ende so aus. Nun kann man es entweder direkt auf die Haut auftragen oder zerkleinern um es z.B. in Smoothies oder Quark (ergibt eine tolle Maske) zu mischen.

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Aufbewahren kann man das Gel, wie ich, in einem Schraubglas im Kühlschrank. Aber auch Einfrieren ist kein Problem. Dafür einfach in einen Eiswürfelbehälter füllen. Gerade für Sonnenbrand ist das sehr angenehm.

 

 


Worauf muss ich beim Kauf achten?

Wie immer das Wichtigste: Inhaltsstoffe ansehen!

Es gibt tausende von Produkten auf denen Aloe Vera drauf steht doch viele enthalten so geringe Mengen davon, dass der Nutzen auf der Strecke bleibt.

Auch angebliches “reines” Aleo Vera-Gel enthält oft chemische Konservierungsstoffe, Parfüme oder sogar Formaldehyd. Wenn du dir wirklich etwas Gutes tun möchtest und keine Lust hast einer eigenen Aloe Vera ein Zuhause zu geben, solltest du auf Produkte aus biologischem Anbau achten. Diese sind meist frei von Zusatzstoffen (oder enthalten nur natürlich), sind dadurch allerdings auch nicht ganz so lange haltbar.

Aus eigener Erfahrung empfehle ich das Aloe Vera-Gel von Amara Organics und das Aloe Vera-Gel von ArtNaturals.

Einige Onlineshops wie yardobio.ch bieten sogar einzelne Blätter aus biologischem Anbau an. Es hilft also sich zu informieren und etwas zu suchen, anstatt billig zu kaufen und nachher vielleicht noch grössere Gesundheitsprobleme zu bekommen.

Wer sich diese unkomplizierte Pflanze nach hause holen möchte wird schnell fündig. Meine ist diese “Echte Aloe Vera” von Baldur und ich bin vollauf zufrieden mit ihr.

 


Wofür benutzt du Aloe Vera? Hast du selber eine Pflanze oder kaufst du vielleicht bestimmte Produkte?

 

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